Verwaltungsverband Wildenstein

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Der Verwaltungsverband Wildenstein ist mit der Bekanntmachung der Satzung im Sächsischen Gesetz- und Verordnungsblatt am 02. März 1994 rechtskräftig entstanden. Der Sitz der Verwaltung ist in Grünhainichen. Die Mitgliedsgemeinden haben diese Form der kommunalen Zusammenarbeit gewählt, um die politische Selbstständigkeit der annähernd gleich großen Gemeinden zu wahren.  Die Einwohnerzahl zum gegenwärtigen Zeitpunkt (Stand 2009) beträgt 4.890. Alle Gemeinden gehören zum Erzgebirgskreis. Gegenwärtig umfasst das Gebiet der zwei zum Verwaltungsverband gehörenden Gemeinden eine Fläche von etwa 4.427 ha.

 

Landschaftlich liegt das Verbandsgebiet äußerst reizvoll zwischen den beiden Flusstälern von Flöha und Zschopau mit den angrenzenden großen Waldgebieten von Bornwald, Mörbitz und Röthenbacher Wald.  Die großen Höhenunterschiede auf sehr kurzer Distanz zwischen den tief eingeschnittenen Flusstälern bei etwa 300 m über NN und dem Höhenzug Wildenstein mit etwa 540 m über NN geben unserer Landschaft ihr besonderes Gepräge.  Nur 20 km südlich von Chemnitz gelegen nimmt diese Landschaft bereits jetzt eine wichtige Naherholungsfunktion für die Bevölkerung des Großraumes Chemnitz wahr. Die Freibäder in Borstendorf und Grünhainichen laden in den Sommermonaten aufgrund ihrer ruhigen Lage besonders zur Erholung für Familien mit Kindern ein und bieten mit ihren 50-Meter-Becken Schwimmern beste Möglichkeiten ihrem Sport nachzugehen.

 

Zahlreiche touristische Sehenswürdigkeiten des Erzgebirges sind aufgrund der zentralen Lage innerhalb kürzester Frist zu erreichen. Auch die Nähe zur böhmischen Grenze lassen Tagesausflüge ins Egertal, nach Karlsbad und selbst in die Hauptstadt der Tschechischen Republik, das Goldene Prag, ohne weiteres zu.

 

Das Gebiet der Gemeinden des Verwaltungsverbandes selbst bietet mit einem gut ausgebauten Wanderwegenetz zu jeder Jahreszeit Erholungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen. Nur 5 Autominuten entfernt liegt die Augustusburg, ein ehemaliges Jagdschloss der Sächsischen Könige, mit ihren Attraktionen wie Motorradmuseum, Naturkundemuseum, Ausstellung mittelalterlicher Kutschen und Brunnenhaus. Eine Greifvögelschau ergänzt das Angebot an diesem historischen Ort in sehr geeigneter Weise. In den Mauern der alten Burg Scharfenstein über dem Zschopautal hat eine der bedeutendsten Sammlungen erzgebirgischer Volkskunst unter dem Titel „Sehnsucht nach dem Licht“ ihre Heimstatt gefunden.

 

Hier schließt sich auch der Kreis zu unserer Region. Die Gemeinde Grünhainichen ist sehr eng verbunden mit der Tradition der Herstellung und dem Verlegen von Erzeugnissen der erzgebirgischen Volkskunst und von Spielwaren. Diese rege Verleger- und Handelstätigkeit schon über mehrere Jahrhunderte brachte dem Ort den Beinamen „Klein-Leipzig“ ein. Zeugnis der um die vorige Jahrhundertwende sich entwickelnde Holzbearbeitung auf dem Gebiet der kleinfigürlichen Volkskunst und des wachsenden Wohlstandes ist die relativ dichte, fast städtische Bebauung entlang der Chemnitzer Strasse mit zahlreichen Gebäuden der Gründerzeit. Die kleine Gemeinde besitzt einen überaus großen Anteil an Baudenkmälern, etwa die zehnfache Anzahl gegenüber vergleichbaren Gemeinden.

 

Glücklicherweise hat sich diese gewerbliche Infrastruktur nach der politischen Wende und der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten in den Jahren 1989/1990 wieder aufgebaut und stellt wieder die wirtschaftliche Bedeutung dieser Region dar. Die landschaftliche Schönheit und die Konzentration von Betrieben erzgebirgischer Volkskunst bescheren zu allen Zeiten eine große Anzahl von Kurzzeittouristen.

 

Fast alle Hersteller von Erzeugnissen der erzgebirgischen Volkskunst gewähren dem neugierigen Besucher auf vorherige Anfrage und zu den Tagen der offenen Tür gern einen Blick in die Werkstätten, in denen größtenteils in Handarbeit die jahrhundertealte Tradition bewahrt wird. Das kleine, aber mit viel Liebe gestaltet Museum „Ständige Ausstellung Erzgebirgische Volkskunst“ in der Chemnitzer Straße 20 zeugt vom Einfallsreichtum und der Kreativität der Menschen unserer Region.

 

Auch in der Gemeinde Börnichen hat die Tradition der erzgebirgischen Volkskunst tiefe Wurzeln. Romantisch im Tal liegt die Schwarzmühle, wo Herr Konrad Martin ebenfalls in Wahrung alter Familientradition die Kunst der Formstecherei ausübt. Einige kleine Betriebe des erzgebirgischen Volkskunsthandwerkes wie Schnitzerei und Drechslerei ergänzen die Palette. 1998 konnte die Gemeinde Börnichen den 2. Platz im Kreiswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ belegen und wurde schließlich im Jahr 2000 in das Sächsische Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen.

 

In Borstendorf wird die Tradition des Schnitzens in einem Verein in besonderer Weise gepflegt. Die im Abstand von 5 Jahren stattfindenden Schnitzausstellungen erfreuen sich einer überaus großen Beliebtheit und weisen Rekordbesucherzahlen aus. Besonders hervorzuheben ist die Arbeit des Schnitzvereins mit dem Nachwuchs. Aber auch viele andere Vereine auf kulturellem und sportlichen Gebiet bieten den Bürgern von Borstendorf Gelegenheit einer sinnvollen Freizeitgestaltung.

 

Im klassischen Waldhufendorf Waldkirchen ist ein Spaziergang die Dorfstraße entlang unbedingt zu empfehlen. Hier ist die Gestaltung des Ortsbildes durch Erhalt solcher typischer Elemente wie Trockenmauern, gepflasterte Schnittgerinne und vieles andere mehr besonders gelungen. Im Zschopenthal zeugt das Ensemble des ehemaligen Blaufarbenwerkes von der bis ins 19. Jahrhundert andauernden Herstellung von blauer Farbe aus Kobalterz. Erfreulicherweise hat sich dieser Tradition folgend wieder eine Hüttenknappschaft gegründet, die dieses Brauchtum in besonderer Weise pflegt und durch ihre Teilnahme an den verschiedensten berg- und hüttenmännischen Veranstaltungen verbreitet. Die Gemeinde Waldkirchen hat bisher zum Erhalt der dörflichen Struktur erhebliche Fördermittel durch das Amt für Ländliche Neuordnung erhalten.

 

Aufgrund der relativen Nähe zu Chemnitz stellt das Gebiet einen interessanten Wohnbaustandort für den individuellen Bereich dar. Ziel der Gemeinden ist es daher die historisch gewachsene Siedlungsstruktur zu erhalten und in geeigneter Weise durch Standorte für den Eigenheimbau zu ergänzen. Gegenwärtig sind drei kleinere Wohngebiete in der Endphase ihrer Entstehung. In Börnichen wurde der vorzeitige Bebauungsplan „Am Bornwald“ – Erweiterung des Wohngebietes „Obere Siedlung“ -   am 28. Juli 1998 genehmigt. Mit der Erschließung wurde im Frühjahr 1999 begonnen. Inzwischen stehen die ersten Gebäude am Stülpnerweg.

 

Im gewerblichen Bereich sollten vorrangig vorhandene Altgewerbestandorte revitalisiert werden, wobei klein- und mittelständige Handwerksbetriebe und Unternehmen sowie ortsansässige Betriebe den Vorzug erhalten sollten.

 

Der Wohnungsbau ist gekennzeichnet vorwiegend durch Modernisierungen, Erweiterungen und die Gestaltung von Fassaden. Die Baugebiete in den Gemeinden passen sich harmonisch den vorhandenen Bebauungen an. Dazu trägt auch eine rege Lückenbebauung in den Ortslagen bei.

 

Alle vier Gemeinden verfügen über ein ausreichendes Angebot an Plätzen in den Kindertageseinrichtungen. Die Einrichtungen selbst befinden sich in einem guten Zustand. Sie wurden mit erheblichem Aufwand der Gemeinden modernisiert. 

 

Die Gemeinden Börnichen, Grünhainichen und OT Waldkirchen haben eine kommunale Zweckvereinbarung zum Aufgabengebiet „Grundschule“ abgeschlossen. Darin ist der Schulstandort Waldkirchen festgeschrieben. Waldkirchen bietet die besten Voraussetzungen für den Schulunterricht durch die in unmittelbarer Nähe gelegene Turnhalle und den Schulsportplatz sowie das Schulumfeld in seiner Gesamtheit.

Chemnitzer Str. 41
09579 Grünhainichen

Telefon (037294) 1700
Telefax (037294) 17021

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Veranstaltungen

16.12.​2017
14:00 Uhr
Ausstellung im Atelier - SPEKTRUM -
Atelier "Alte Post" Die Mitglieder des Mal- und Grafikzirkels und die Klöpplerinnen laden ... [mehr]
 
16.12.​2017
17:00 Uhr
Weihnachtsoratorium op.5
Soli und gemischter Chor mit Orchester und Orgel Ausführende: Kirchenchor Börnichen, Grünhainichen und Waldkirchen Sopran: Eva Rolle, Leipzig Tenor: Marten Kinne, Leipzig Leitung: Kantorin Ulrike ...
 
17.12.​2017
14:00 Uhr
Ausstellung im Atelier - SPEKTRUM -
Atelier "Alte Post" Die Mitglieder des Mal- und Grafikzirkels und die Klöpplerinnen laden ... [mehr]
 
17.12.​2017
15:00 Uhr
Hört die Weihnachtsglocken klingen
Weihnachtliches Konzert in der Kirche zu Borstendorf Mitwirkende: Volkschor und Kirchenchor Borstendorf Gesamtleitung und Solo: Nicole Dähne Eintritt frei. Am Ausgang bitten wir um eine Spende zur Kostendeckung
 
29.12.​2017
19:30 Uhr
Filmabend im offenen Kirchgemeindehaus
Eine Liebe in Königsberg Spielfilm Deutschland Der letzte Wille seiner verstorbenen ... [mehr]